Cabriere

Cabriere

Pass Road
Cape Town
Franschhoek 7690
South Africa
Telefon +27 21 876 8500

Webseite: Cabriere

Achim von Arnim strebte immer schon danach, auf seiner Domäne, die er 1984 gekauft hatte, Champagner zu produzieren. Heute, wo er zusätzlich noch Haute Cabriere besitzt, hat er insgesamt 25 Hektar Rebstöcke, aus denen er etwa 25 000 Kisten produziert. Der Cabriere-Keller, der sich in der Stadt befindet, ist ganz auf die Produktion nach der methode champenoise ausgerichtet.

Das Etikett Pierre Jourdan (benannt nach dem französischen Hugenotten, der Cabriere 1694 gründete) umfasst ein ganzes Sortiment an Schaumweinen, die nach der methode champenoise in verschiedenen Stilen hergestellt wurden, vom "Austern-trockenen" Brut Sauvage (ohne Dosage) und dem helleren Blanc de Blancs (der am höchsten bewertet wird) bis hin zum reichhaltigen und dennoch immer eleganten Cuvee Brut (am beliebtesten) und dem rosafarbenen, reinen Pinot Noir Belle Rose (ein köstIiches fruchtiges Getränk).

cabriere_01

cabriere_02

Diese Weine sind einzigartig unter den Cap Classiques: Im Allgemeinen schneiden sie bei Blindverkostungen nicht gut ab, da sie vielen "Weinkennern" zu trocken und ein wenig zu hart slnd und es ihnen ihrer Meinung nach - an Charakter und Entwicklung fehle. Doch die Weine sind schnell ausverkauft.

Die Cuvee Brut, die ausschließlich auf der Farm verkauft wird und die mindestens vier Jahre vor dem Degorgieren auf dem Hefesatz ausgebaut wird, zeigt den Vorteil einer langen Reifung: ein Wein, voll im Mund, überschwänglich heftig und nicht ganz so rassig.

Von Arnim folgte abermals der Champagner-Tradition,

als er überschüssige Weine für seinen Ratafia verwendete, einen süßen Chardonnay, der durch gebrannten Chardonnay-Stilwein alkoholverstärkt wurde. Der Fine ist ähnlich: Er wird aus Chardonnay gebrannt und in Holzfässern aus Limousin-Eiche ausgebaut - ein starker Digestif. Er war der erste "estate"-Brandy am Kap, der in den frühen 1990er Jahren nach der Aufhebung des Verbots der privaten "Heim-Brennereien" hergestellt wurde.

Dieser individualistische Weinbauer zeigte auch beim Pinot Noir den Weg auf. Als der Wein zum erstenmal 1994 zum Verkauf freigegeben wurde, entlockte der Haute-Cabriere-Stil dieses geschmacksintensiven, schokoladigen, vollmundigen Weines mit seinem reinen Erdbeeraroma Kritikern und Weinliebhabern gleichermaßen überschwängliche Kritiken. Neue Burgunderklone, die auf Burgunderart dicht nebeneinander auf dem 10 Hektar großen Weinberg unterhalb des Franschhoek-Passes gepflanzt wurden, ließen die anderen Pinotages, geprägt durch pflanzliche und pilzige Aromen und größtenteils aus den Schweizer Champagnerklonen BK5 hergestellt, schlecht aussehen. Die Weine der nachfolgenden Jahrgänge schwankten zwischen ziemlich einfachen süffigen Weinen wie "kühle Erdbeer-Drinks" und dem viel versprechenden reinen, dichten Fruchtaroma mit einem süßen, würzigen Beigeschmack.

Von Arnim hat aber auch bewiesen, dass er Geschäftssinn besitzt, und zwar mit seinem Bestseller, einem Chardonnay-Pinot-Verschnitt, einem halbtrockenen Stillwein mit dem satten Himbeeraroma des Pinot und der zitrusartigen Frische des Chardonnay.