Weinbauregionen

Weinbauregionen

Wein wird in jedem Staat und Territorium Australiens angebaut. Im Northern Territory liegt Alice Springs mit Chateau Hornsby, im Australian Capital Territory findet sich eine Kette von Weinkellereien um die Hauptstadt, die von den Distrikt-Weinbauern Canberras betrieben wird.

In diesem Kapitel führe ich Sie mit Siebenmeilenstiefeln durch jeden Staat und seine Weinbauregionen.

New South Wales

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New South Wales ist der zweitgrößte weinproduzierende Staat mit einer Produktion von etwas über 120 Millionen Litern Wein, 27,5 Prozent von allem australischen Wein. Das bewässerte Gebiet um Murrumbidgee produziert 1990 zwei Drittel davon, das Hunter Valley lediglich 15 Prozent. Fast ebensoviel Wein wie im Hunter Valley wird an den Ufern des Murray River zwischen Swanhill und Buronga hergestellt, in der sogenannten Sunraysia-Region, die jedoch nur eine kleine Kellerei mit eigener Marke besitzt - Trentham Estate, und große Produktionsanlagen in Buronga, die Thomas Hardy gehören. Die anderen wichtigen Weinbauregionen, der Reihenfolge ihrer Bedeutung nach, sind Mudgee, Canberra District, Hilltops (um Young herum) und Cowra. Trauben werden auf beiden Seiten der Great Driving Range angebaut, von Inverell im Norden bis hin zu Tumbarumba in den Snowy Mountains im Süden.

Hunter Valley

Wenn wir vom Hunter Valley sprechen, ist gewöhnlich das Gebiet nordwestlich von Cessnock gemeint, die Heimat von fast 50 Weinkellereien, von denen die berühmtesten Lindemans, McWilliams, Tyrrells, Rothbury, Tulloch und Wyndham Estate sind. Dies ist allerdings das Lower Hunter Valley, und es gibt noch ein Upper Hunter Valley, westlich von Muswellbrook, das vor allem vom Rosemount Estate beherrscht wird (viel weniger von Mount Arrow), und das halb so groß ist wie das Lower Hunter Valley.

Semillon und Shiraz (oder Hermitage, wie sie hier genannt werden) haben Tradition im Hunter Valley. In den letzten Jahren hat Chardonnay Semillon überrundet, und auch Cabernet Sauvignon wurde zu einer wichtigen Tiaubensorte. Das Upper Hunter Valley ist vor allem eine Weißweinregion, und hier entsteht einer von Australiens berühmtesten Weißweinen, Rosemount Roxburgh Chardonnay. Das Lower Hunter Valley produziert einige der besten Semillons auf der ganzen Welt, obwohl leider heutzutage dem Chardonnay die meiste Aufmerksamkeit gilt. Die Weine des Upper Hunter reifen ziemlich schnell, die des Lower Hunter lohnen längeres Lagern - zehn, zwanzig oder sogar mehr Jahre. Im Alter bekommen alle Weine eine bestimmte Weichheit: die weißen einen Honigton, die roten werden samtig. Ich neige zu der Annahme, daß dies durch das warme Wetter des Tals bedingt ist.

Murrumbidge Irrigation Area

Die Region ist einer der Hauptproduzenten von Weißweinen bescheidener Qualität, die ihren Weg meist in die Plastikcontainer finden. Semillon, Trebbiano und Muscat Gordo Blanco machen 50 Prozent der Anpflanzungen aus; überall liegt der Schwerpunkt auf großen Ernteerträgen, was durch reichliche Bewässerung gefördert wird. Der einzige Spitzenwein von Weltrang ist De Bortoli Semillon Sauterne aus botrytisierten Trauben, die spät in der Saison geerntet werden.

Mudgee

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Mudgee bedeutet in der Aborigines-Sprache "Nest in den Hügeln". Hier wird in aller Stille seit 130 Jahren Wein produziert. Im Vergleich zu den 939 ha des Upper Hunter Valley hat man hier 668 ha, die keinen Zweifel daran lassen, daß dies ein bedeutendes Gebiet für erstklassige Weinproduktion ist.

Der Schwerpunkt liegt auf dunklen, geschmacklich reichen Rotweinen, angeführt von Cabernet Sauvignon, aber es wird auch, als wichtigster Weißwein, ein sehr guter Chardonnay ausgebaut. Montrose, das jetzt zur Orlando-Gruppe gehört, ist die größte Kellerei, doch ein großer Teil der Trauben aus Mudgee geht über die Great Driving Range ins Lower und Upper Hunter, wo Rosemount und Wyndham Estate wichtige Käufer sind.

Victoria

Victoria gilt allgemein als der dynamischste Staat der letzten 25 Jahre. Seit 1966 ist die Weinproduktion um 500 Prozent gestiegen, von 14 Millionen auf 70 Millionen Liter. In diesem Zeitraum ist auch die Zahl der konzessionierten Kellereien quer durch das Land von 25 auf fast 200 angewachsen. Da hier nicht genug Platz ist, jeden Distrikt einzeln vorzustellen, werde ich sie grob regional gruppieren.

Der Nordosten Victorias und der Murray River

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Der Nordosten Victorias ist die Heimat von einzigartigen Weinen, der starken, köstlich süßen und intensiven Muskats und Tokajer. Die größten von vielen guten Produzenten sind All Saints, Baileys, Chambers und Morris. Hier ist auch die Heimat von Brown Brothers, die mit dem Wachstum der regionalen Produktion seit 1960 mehr als Schritt gehalten haben. Indem man Trauben aus den verschiedensten Regionen bezieht, zunehmend aus den Hanglagen des King Valley, hat Brown Brothers gezeigt, daß sie neben Dessertweinen, für die die Gegend berühmt ist, auch qualitativ gute Tafelweine produzieren können. Die andere Spezialität der Region sind dunkle Rotweine, mit Baileys als dem führenden Produzenten.

Reist man in westlicher Richtung den Murray River entlang, kommt man zuerst an das nördliche Ende des Goulburn Valley und zur Hauptverwaltung von Tisdall in Echuca. 200 km westlich davon erreicht man Swan Hill und nach weiteren 200 km Luftlinie die Sunraysia-Region um Mildura. Hier finden Sie Lindemans Karadoc Winery, die größte individuelle Weinbaufirma, die die weit ältere Hauptkellerei von Mildara fast zu einem Zwerg macht.

Central Victoria

Kommt man von Süden ins Zentrum des Staats und fährt dann von Ost nach West, kommt man erst ins Goulbourn Valley (Mitchelton und Chateau Tahbilk), dann nach Bendigo ( mit 17 Kellereien), zu den Pyrenees (sieben Kellereien, angeführt von Tältarni und Chateau Remy), und schließlich nach Great Western, wo Seppelt seine Hauptniederlassung in Victoria und den wichtigstens Schaumwein-Produktionsbetrieb des Landes hat.

Es ist die größte Kellerei der Region.

Dies ist vor allem Rotweinland, mit Cabernet Sauvignon und Shiraz, die um die Vorherrschaft wetteifern. Die Mode begünstigt Cabernet Sauvignon, doch hier wachsen einige von Australiens bestem Shiraz.

Er wird in Kellereien wie Mount Langi Ghiran, Bests, Mount Ida, Jasper Hill, Dalwhinnie, Chateau Tahbilk, Summerfield und Paul Osicka gekeltert.

Der Süden Victorias

Die Region erstreckt sich von den westlichen Distrikten um Portland und Drumborg bis zum Umland von Melbourne mit dem Yarra Valley, der Mornington Peninsula, Geelong und South West Gippsland.

Das Klima schwankt zwischen Hitze im Norden, Wärme in der Mitte und kühlen Temperaturen im Süden - kühl nicht nach australischem, aber nach europäischem Standard. Die Weine sind feiner und eleganter (manche Kritiker nennen sie delikat), und es wird fast ebensoviel Weiß- wie Rotwein produziert. Chardonnay, Rhine Riesling und Sauvignon Blanc sind die wichtigsten Weißweine, bei den Rotweinen sind es Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir. Das Yarra Valley und die Mornington Peninsula sind zwei der am schnellsten wachsenden australischen Weinregionen, mit über 60 Produzenten, die Wein mit eigenem Etikett produzieren. Vor zwanzig Jahren gab es gar keine.

South Australia

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In diesem Jahrhundert wurden hier 75 Prozent aller australischen Weine produziert, allerdings ist seit Ende der sechziger Jahre bis heute der Anteil langsam, aber stetig auf rund 55 Prozent zurückgegangen. Trotzdem ist dies immer noch der wichtigste weinproduzierende Staat, und die South Australian Riverlands entlang des Murray River von Renmark im Osten bis Waikeri im Westen sind der Motor Australiens.

Wie in New South Wales und (in geringerem Umfang) in Victoria kommen die berühmtesten Weine aus den vier anderen Distrikten: Barossa Valley, Coonawarra Padthaway, Southern Vales und dem Clare Valley, die zusammengedrängt in der südwestlichen Ecke des Staats liegen - obwohl der Hauptteil des Weins aus den künstlich bewässerten Riverlands stammt.

Barossa Valley

Die fraglos berühmteste Weinbauregion Australiens mit ihrem starken deutschen Einfluß, Steinhäusern und einem pittoresken Ambiente ist ein touristischer Anziehungspunkt. Ihre Bedeutung für den Weinbau mag begrenzt sein und die Weingärten sind fast überall im Niedergang.

Doch die Region ist die Heimat von fast allen großen australischen Weinproduzenten, die erwähnenswertesten sind Penfolds, Seppelt, Orlando, Leo Buring, Wolf Blass und Yalumba, dazu weitere dreißig Kellereien von unterschiedlichem Rang, einschließlich so bekannter Namen wie Krondorf, Peter Lehmann, Tollana, Saltram und Basedow. Viele dieser Kellereien werden mit Trauben aus South Australia versorgt, daher sind alle Weinstile im Barossa Valley vertreten. Im Talwachsen vor allem Rhine Riesling, Shiraz und Cabernet Sauvignon, alle sehr geschmacksreich.

Claire Valley

Das Clare Valley verhält sich zum Barossa Valley wie Mudgee zum Hunter Valley. Es ist viel kleiner als das Barossa Valley, weiter von Adelaide entfernt, und seine besondere Schönheit blieb vom 20. ]ahrhundert weitgehend unberührt.

Erst in jüngster Zeit haben die größeren Weinfirmen sich hier etabliert: Leasingham gehört jetzt Thomas Hardy, Wolf Blass besitzt Quelltaler Estate (das heute wieder Eaglehawk heißt). Die anderen zwanzig kleinen Kellereien sind meist in Familienbesitz, hier werden einige von Australiens besten Rhine Rieslings produziert, dazu hervorragende, füllige und langlebige Cabernet Sauvignon und ein außerordentlicher Shiraz.

Southern Vales

Die Southern Vales sind mit den auswuchernden Vororten Adelaides verschmolzen, viele berühmte Weingärten der fünfziger Jahre sind jetzt dicht mit Häusern bebaut. In Reynella, südlich von Adelaide, gibt es ein halbes Dutzend Kellereien, von denen das schöne Chateau Reynella, die Hauptverwaltung der Thomas Hardy-Gruppe, die größte und älteste ist.

Nach 15 km kommt man ins Herz dieses Weingebietes, mit mehr als dreißig Kellereien um Mclaren Vale herum. Rotwein war lange Spezialität der Region, die massiven Rotweine (was Farbe, Alkohol und Extrakt betrifft) galten englischen Ärzten im 19. Jahrhundert als gutes Heilmittel. Und seit Mitte der siebziger Jahre produziert die Region- eher unerwartet - ausgezeichneten Chardonnay und Sauvignon Blanc.

Langhorn Creek

30 km entfernt, auf der anderen Seite der Fleurieu Peninsula, liegt Langhorne Creek, mit kühlem, vom Meer beeinflußten Klima und ganz besonderen Wachstumsbedingungen.

Im Winter wird das flache Rebland überflutet. Ein überraschend große Anzahl der größeren südaustralischen Weinfirmen bezieht beträchtliche Weinmengen aus dieser wenig bekannten und unterschätzten Region.

Coonawarra

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Im äußersten Süden des Staates liegen, eher mutwillig in South Australia und nicht im nahen Victoria, die Zwillingsdistrikte Coonawarra und Padthaway. Coonawarra ist unangefochten Australiens größte Rotweinregion, mit 20 Firmen, die Rebland besitzen, und weit mehr, die ihre Trauben von hier beziehen und den Wein (vorwiegend) im Barossa Valley oder noch weiter entfernt produzieren. Obwohl der Ruhm des Distrikts zwischen 1893 und 1950 wegen seines Shiraz entstand, ist er nun berühmt für seinen Cabernet Sauvignon. Es ist unnötig zu betonen, daß die Qualität des Shiraz auch sehr groß ist, und daß Chardonnay langsam einen ebenso guten Ruf bekommt. Trotzdem wird viel von dem hier angebauten Chardonnay und Pinot Noir zu Schaumweinen verarbeitet.

Unter den großen Produzenten hat lediglich Wynns sehr großen Erfolgmit beträchtlichen Mengen von Rhine Riesling, der hier wächst.

Padthaway

Wenn Coonawarra seinen guten Ruf für Rotwein bekommen hat, so ist Padthaway für seinen Weißwein berühmt - vor allem für Chardonnay, doch ebenso für hervorragenden Sauvignon Blanc und Rhine Riesling.

Alle großen australischen Weinfirmen außer Orlando haben Weingärten in einer der beiden Provinzen.

Orlando ist einer der Hauptaufkäufer von Trauben aus Coonawarra und Padthaway und steht damit an der Spitze von buchstäblich Hunderten anderer Käufer.

Beide Distrikte zusammen haben dieselbe Größe wie das Barossa Valley. Wenn es um Qualität geht, können sie für sich in Anspruch nehmen, die wichtigsten australischen Produzenten von Spitzenweinen zu sein.

Western Australia

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Wenn man die relaiiv geringe Weinproduktion des 19. Jahrhunderts nicht berücksichtigt, war der Weinbau in Western Australia bis 1966 auf das Swan Valley beschränkt. Seit dieser Zeit haben sich die Lower Creat Southern Region, die South West Coastal Plain und Margaret River geöffnet und erzielen nun 67 Prozent der Weinproduktion des Staates. Hier gibt es alle erdenklichen Klimazonen: Im Swan Valley die höchsten Januartemperaturen von allen wichtigen Weinbaugebieten, die geringsten Sommerregen und die meisten Stunden Sonnenschein pro Tag. Im Gegensatz dazu steht das stark vom Meer beeinflußte Klima der Weingärten im äußersten Südwesten Australiens um Denmark und Albany.

Swan Valley

Houghton Wines thront wie ein freundlicher Koloß neben dem Tal - der Produzent von Australiens meist verkauftem trockenen Weißwein, Houghton White Burgundy. Obwohl Houghton lange im Besitz einer britischen Gesellschaft war, die im Namen der Emu Wine Company arbeitete, bevor sie 1976 von Thomas Hardy gekauft wurde, war der Weinbau hier die Domäne von Jugoslawen, die in zwei Wellen kamen: die erste um die Jahrhundertwende, die zweite nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute ist man im Swan Valley fast gänzlich zur Weißweinproduktion übergegangen, ein bedeutender Teil der Erträge (wie auch aus den nahen Gin Gin Vineyards von Houghton) wird zu Houghton White Burgundy verarbeitet.

Margaret River

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Die Region zieht seit 1970 die Aufmerksamkeit der australischen Weinkäufer auf sich, und eigenartigerweise hat diese Faszination sich jetzt auch auf Besucher aus Übersee übertragen, die sich für Wein interessieren. Die drei Anziehungspunkte sind Hunter Valley, Barossa Valley und Margaret River - eigentlich seltsam, wenn man die relativ kleine Produktion dieses Distrikts bedenkt und das Fehlen der großen australischen Weinproduzenten. Die Antwort liegt zweifellos in der eigenwilligen Schönheit dieser Region und in den Spitzenweinen, die etwa von Cape Mentelle, Cullens, Leeuwin Estate, Moss Wood und Vasse Felix produziert werden. Nach dem sprungartigen Wachstum in den späten sechziger und frühen siebziger Jahren geht es seit den achtziger Jahren (in denen sich die Zahl der Kellereien fast verdoppelte) langsamer weiter. Bekannt für seinen Cabernet Sauvignon, kann Margaret River auch wunderbaren Shiraz produzieren und hat sich gerade einen Ruf für pikant-grasigen Semillon erworben, der oft mit Sauvignon Blanc und Chenin B1anc verschnitten wird. Auch die Bedeutung des Chardonnay nimmt schnell zu, dank der Neulinge auf der Szene und der früheren Erfolge von Leeuwin Estate mit dieser Traubensorte.

Lower Great Southern

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Diese große Region wird in den nächsten Jahren höchstwahrscheinlich in drei oder vier verschiedene Gebiete aufgeteilt werden, jede mit einer eigenen Identität. Sie bedeckt eine große Fläche, ein 150 km langes und 100 km breites Rechteck, dessen vier Seiten im Südosten von Albany, im Südwesten von Denmark, im Nordwesten von Manjimup und im Nordosten von Porongurups begrenzt werden. Es überrascht nicht, hier große Unterschiede in Lage, Boden und Klima zu finden. Überall entstehen feine stahlige Rhine Riesling und herbe langlebige Cabernet Sauvignon, doch Produzenten wie Plantagenet in Mount Barker und Wignalls in King River stören dies klare Muster mit ihrer Produktion von herausragendem Chardonnay und (vor allem bei Wignalls) einigen der besten Pinot Noir, die man außerhalb von Victoria findet.

South West Coastal Plain

Die Ebene, eine weitere geographische Eigentümlichkeit, erstreckt sich weit von Bunbury im Süden bis Wanneroo im Norden, verbunden durch den Sandboden, in dem die Reben hier wachsen. Capel Vale und Leschenault im Süden sowie Paul Conto im Norden sind die führenden Produzenten.

Queensland

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Vernachlässigt man die kuriosen Vorposten des Weinbaus in Roma und in den Atherton Tablelands, konzentrieren sich die Weingärten im Granite Belt-Distrikt von Darling Downs entlang des New England Highway südlich von Stanthorpe bis zur Grenze von New South Wales. Die rund 14 Kellereien sind alle klein, nur Ballandean Estate (mit einer Produktion von 5000 Kästen) verkauft auf dem ganzen Kontinent. Der Distrikt hat die besten Erfolge mit pfeffrig-würzigem Shiraz und Semillon, obwohl das Diktat der vorherrschenden Mode alle Aufmerksamkeit auf Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Sauvignon B1anc lenkt. Die Höhenlage ermöglicht den Anbau von Trauben; die Saison beginnt sehr spät und endet spät, was manche behaupten läßt, daß dies eine kühle Klimazone sei - was die hohen Tagestemperaturen jedoch schlagend widerlegen, denn in der Wachstumszeit ist es hier heißer als in Rutherglen im nordöstlichen Victoria.

Tasmanien

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Das Wachstum der tasmanischen Industrie war quälend langsam, ausgenommen die Anstrengungen von Moorilla Estate, Pipers Brook (brillant geführt von Dr. Andrew Pirie) und Heemskerk, den drei führenden Produzenten. Es gibt vier Haupt-Unterdistrikte: Pipers Brook und das Tämar Valley im Norden, die Ostküste (die halbe Strecke küstenaufwärts) und die südlichen Regionen des Derwent Valley mit dem benachbarten Coal River-Cebiet. In Tasmania überrascht die Vielfältigkeitdes Klimas - und die Schwierigkeit, zu verallgemeinern, welche Weine und Weinstile hier am besten sind. Grob gesagt, scheinen Chardonnay und Pinot Noir gut für die Regionen um Pipers Brook und das Derwent Tal geeignet zu sein, für Cabernet Sauvignon ist es das Tämar Valley, Rhine Riesling gedeiht in den meisten Distriken, während an der Ostküste am Coal River (und vielleicht im Tamar Valley) scheinbar alle Traubenarten befriedigend reifen. Aber hier gibt es überall Ausnahmen, wenn auch nur, um die Regel zu bestätigen.